Jahresbericht 2009

Schauen wir auf die vergangenen Monate zurück, sind die gesteckten Ziele mit Beharrlichkeit und Fleiß unserer vielen Helfer weitgehend erreicht worden. Alle von uns betreuten Flächen konnten weiterentwickelt werden: Die zwei Ausgleichsflächen, das Wildbienenbeet St. Vit, zum bestehendem Teich kam ein weiterer hinzu, den wir vor der Verlandung bewahrten. Auch im LGS-Naturgarten und bei der Neuanlage des Gartens im Gütersloher Hospiz haben fleißige Helfer aus unserem Team kräftig mitgewirkt. Bei einigen Pflegeeinsätzen konnten wir befreundete Landwirte mit ihren Maschinen für die Mithilfe gewinnen. So konnten dann an einem Tag jeweils sehr umfangreiche Arbeiten abgeschlossen werden, die sonst mehrere Tage in Anspruch genommen hätten. Auch der städt. Bauhof war bei der Grabenpflege für uns im Einsatz, um den Brombeern Herr zu werden.
Am Beginn des Jahres standen Kopfweidenpflege und eine Kleingewässervertiefung. Auch hier konnte durch professionellen Maschineneinsatz ein Großprogramm „Kopfweidenpflege“ abgearbeitet werden. 17 Helfer standen an diesen Tagen zur Verfügung. Für alle Einsätze hatten unsere Helferinnen pünktlich um zehn Uhr ein großes Frühstück vorbereitet. Das hob die Stimmung und bei dem guten Wetter hatten viele Helfer das schöne Gefühl, dass der Einsatz für die Natur sich lohnt.

Sehr aufwändig – aber bitter notwendig – war auch wieder der Amphibienschutz im März und April. Aber es ist wieder gelungen, für alle Sammelplätze an den Straßen in Rheda, St. Vit, Batenhorst, Langenberg, Clarholz und Herzebrock die ausreichende Anzahl Helfer zu engagieren. Teilweise wurden auch durch uns noch die Schutzzäune aufgebaut oder in vielen Fällen nachgebessert. Wir kennen im Kreis Gütersloh keinen Verein, der ein so großes Amphibienschutzprogramm regelmäßig abwickelt. Und das seit über 20 Jahren. Ein ganz großes Dankeschön daher an die vielen treuen und zuverlässigen Naturschützer! Hier wird ganz selbstverständlich ohne Eigennutz die Natur geschützt. Schön wäre es, wenn dies auch einmal von der Presse und den amtlichen Stellen gewürdigt würde.

Neben der Landschaftspflege gab es weitere Veranstaltungen der verschiedensten Art: zwei gelungene Gartentage. Einer davon in Benteler, ganztägig. Bei strahlendem Sonnenschein erfreuten sich viele Besucher an einem wirklich bemerkenswert gestalteten Garten. Auch hier wurde mit vielen Helferinnen und Helfern die GNU-Kompetenz öffentlich gezeigt. Wer nach allen Besichtigungen, Informationen und Fachgesprächen noch wollte, konnte sich bei kühlen Getränken oder Kaffee und Waffeln einen schönen Sitzplatz im Garten suchen. Fast 300 Besucher haben davon Gebrauch gemacht. Auch das eine oder andere Bienenholz u.a. wechselte an diesen Tagen den Besitzer.

Weitere Aktionen in diesem Jahr waren: Ein ganztägiges Hoffest, der I-Männchentag, zwei Tage Altstadtfest in Rheda und der Staudentauschtag beim Gartenbauverein. Das war dort neu: Wildblumen und Saat zum Kaufen. Etwas zurückhaltend, aber immerhin die Neugierde wurde geweckt und wir haben eine Einladung für 2010!
Im Rahmen der Ferienspiele wurden drei Fledermausabende mit Mediashow angeboten. Auch das seit 20 Jahren mit weiterhin großen Besucherzahlen.

Lohnend für die Zukunft könnte die Dorfplanung Batenhorst sein. Hier haben wir uns an vier Abenden beteiligt. Immerhin soll nun unsere Pflegefläche „alter Radweg“ in das offizielle Planungsprogramm eingebunden werden. Beim ILEK-Gespräch über Blüh-/Randstreifen werden wir ebenfalls beteiligt sein. Dass das Thema Verarmung unserer Kulturlandschaft wichtig ist, erschließt sich ja oft erst auf den zweiten Blick. So sind beispielsweise bunte Wegstreifen, die früher etwas ganz Normales waren, heute bei vielen schon in Vergessenheit geraten. Deshalb sollte etwas gegen den Landverbrauch öffentlicher Wegränder und die Überdüngung dieser Weg- und auch Grabenränder unternommen werden. Wir sind zuversichtlich, dass wir bei den kommenden Gesprächen mit unserer Erfahrung aus den letzten Jahren unser Wissen zum Wohl der Natur einbringen können.

 

 

Arbeitskreis Rheda-Wiedenbrück:
Ansprechpartner: Tel. 0 52 42 - 75 46
Treffpunkt: jeweils 2. Donnerstag im Monat, ab 20.00 Uhr
Rheda-Wiedenbrück, "Haus der Diakonie", Hauptstr. 90.
Offen für Jedermann/frau!