Jahresbericht Rheda-Wiedenbrück 2011

Diesem Jahresbericht möchten wir ein großes Lob und herzliches Dankeschön voranstellen: Ohne die über 100 ehrenamtlichen Aktiven gäbe es diesen Bericht nicht. Nicht alle sind Mitglieder der GNU, dennoch helfen sie regelmäßig. Dank gilt auch den Behördenmitarbeitern, die unsere Arbeit unterstützten. Einige haben wir oft strapaziert durch Besuche, Anrufe und Sonderwünsche.
Schon Ende Januar beginnen die Vorbereitungen für den jährlichen Amphibienschutz in den Ortsteilen Clarholz, Herzebrock, Rheda, St. Vit und Wiedenbrück. An elf Stellen betreuen zwei Mal täglich die Helfer Fangzäune oder Straßensperren. Über einen Zeitraum von sechs Wochen bei Wind und Wetter und abends auch spät bei Dunkelheit. Vielen Außenstehenden ist nicht bewusst welche Leistung damit verbunden ist.
Unsere Landschaftspflege dient stets auch dem Artenschutz. So z.B. die Betreuung der 4.000 qm großen Ausgleichsfläche am Brennwiesenweg in Wiedenbrück, das kleine Wildbienenbiotop in St.Vit. Die Renaturierungsfläche an der Lippstädter Straße (über 4.000 qm) konnte in diesem Jahr durch Unterstützung der Stadtverwaltung um einige hundert qm erweitert werden und sogleich mit eigener Wildblumensaat eingesät werden. Auch hier gilt das Bibelwort „Im Schweiße deines Angesichts ....“ Bis zu 15 Männer und Frauen plagten sich mit Brombeeren und anderem unerwünschten Aufwuchs. Auch die Biolandwirte Bernd und Hermann Vollmer waren mit der Mähmaschine im Einsatz.
Es gab bei den samstäglichen Einsätzen auch vergnügliche Höhepunkte: Um 1o Uhr kam die rollende Frühstückstafel vom Ehepaar Andreas und Christa Peitz.
Die nach Einsaat vor drei Jahren entstandene Blütenpracht wird von vielen Radfahrern und Spaziergängern bestaunt: Manche dieser Wildblumen sind schon Raritäten in unserer verödeten Agrarlandschaft. Zwei Ratsherren kamen während eines Arbeitseinsatzes, ob die sich wohl wunderten?
Ganz andere Besucher sind bei Sonnenschein täglich auf dieser Fläche: Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und viele andere Tiere.
Zahlreiche Blütenbesucher haben ebenfalls eine neue Nahrungsquelle entdeckt: Das von uns konzipierte Beet vor dem Wiedenbrücker Freibad. Bis zu 45 Hummeln wurden bei Kontrollgängen gezählt, sowie zahlreiche andere Insekten. Hier entstand durch Zusammenarbeit von Stadtverwaltung, Freibad-Förderverein und GNU ein dauerhaftes insektenfreundliches Staudenbeet, statt kurzlebiger Sommerblumenbepflanzung.
Weiterhin Pflege benötigt der GNU-Naturgarten im LGS-Park Rietberg. Teils wöchentlich erfolgten dort Pflegeeinsätze. Auch hier erfreuten über 1oo Wildbienenarten mit zahlreichen Brutröhren in der Nistwand sich an den Nahrungsquellen nur wenige Meter direkt in der Nähe. Untrennbar verbunden mit dieser Wildbienenwand ist der leider viel zu früh verstorbene GNU-Aktivist Prof. Dr. Uwe Schlichting. Er prägte diesen Garten und wir alle haben viel gelernt durch ihn. Im Herbst wurde aus gesammelten Bruchsteinen Wegekanten eingebaut, um die Pflege zu erleichtern.
Auch der Gütersloher Hospizgarten wurde mehrfach bearbeitet.
Erfreulich hat sich der Teich am Dicken Kamp nach der Reaktivierung entwickelt. Sowohl botanisch als auch als Amphibienbiotop. Hier kann man wieder Froschkonzerte hören. Viele Jahre war es hier still.

Auch der Gütersloher Hospizgarten wurde mehrfach bearbeitet.
Erfreulich hat sich der Teich am Dicken Kamp nach der Reaktivierung entwickelt. Sowohl botanisch als auch als Amphibienbiotop. Hier kann man wieder Froschkonzerte hören. Viele Jahre war es hier still.
Der ebenfalls von uns reaktivierte Teich an der Lippstädter Straße hat sich zu einem produktiven Laichplatz für Erdkröten und Co. ebenfalls im Sommer inklusive Froschkonzert entwickelt. Leider verbreitet sich das Schilf zu großflächig. Bei passender Gelegenheit werden wir eine größere Pflegemaßnahme starten. Die erforderlichen Vorgespräche mit Besitzer und Landschaftsbehörde sind erfolgt. Dann werden wir die Wasserhaltung für den Sommer nochmals verbessern.
In Herzebrock am Bosfelder Weg haben wir mit der Motorsäge den Amphibienteich an den Rändern von Strauchwerk freigeschnitten, damit die notwendige Sonneneinstrahlung wieder ans Gewässer kann.

Auch in Wiedenbrück haben wir mit der gleichen Maßnahme ein Fließgewässer vor zu starker Beschattung befreit. An vier Tagen wurden mit elf Helfern und Maschineneinsatz das gesamte Holz an den Rändern gescheitelt und zu Hackschnitzeln verarbeitet. Für die unsinnigen Osterfeuer blieben auch nicht die kleinsten Äste übrig.
Am I-Männchentag in Wiedenbrück waren wir wieder mit unserer Wildbienenausstellung vertreten. Zahlreiche Kinder nahmen selbstgebohrte Bienenhölzer mit nach Hause.
Die lokale Agenda veranstaltete einen Obstbaumtag in der Flora Westfalica . Die GNU informierte die neuen Obstbaumbesitzer  zu den Themen Wildbienen und Vogelschutz.
Es gibt noch Überraschungen: Anfang des Jahres gewann unser ganz Aktiver Hubert Schmidtfrerick den 1. Preis im städtischen Umweltwettbewerb. Im Oktober die nächste Überraschung: Hubert und sechs weitere Ehrenamtliche aus anderen Bereichen bekamen den Ehrenamtsbrief mit Silbernadel aus der Hand des Bürgermeister von Rheda-Wiedenbrück. Vor 950 geladenen Gästen wurde so erstmalig ein Naturschützer geehrt. Wir gratulieren auch an dieser Stelle nochmals herzlich und sehen das auch als Anerkennung für die Naturschutzarbeit der GNU.
Wir sehen uns auf dem richtigen Weg. Sicherlich wird die Arbeit so auch in Zukunft notwendig sein. Dazu wünschen wir uns auch weitere Helfer. Niemand wird überfordert und kann den Umfang der Mithilfe selbst bestimmen. Sagte doch eine Teilnehmerin:“ Das hat außer viel frischer Luft auch einen hohen Unterhaltungswert“.
Danke nochmals an unsere vielen Unterstützer!

Arbeitskreis Rheda-Wiedenbrück:
Ansprechpartner: Tel. 0 52 42 - 75 46