Rückblick 2008
Wie in den Jahren zuvor, wurden auch 2008 in den verschiedenen Orten insgesamt 11 Amphibiensammelplätze betreut. Noch während der beginnenden Saison konnte Gisela Neukirch in Langenberg eine 12. Sammelstelle einrichten. Sie hatte dort schon einige Jahre auf eigene Faust allein gesammelt. Jetzt konnte sie mit 14 anderen Helfern 1000 Erdkröten sicher zum Laichgewässer bringen. Dafür bekam sie auf Vorschlag der GNU einen Umweltpreis der Gemeinde Langenberg.
Zusammen mit der städtischen Umweltberatung Rheda-Wiedenbrück boten wir 42 Teilnehmern eine sonntägliche Führung durch die von der GNU betreute Kleintiertrasse. Dieses Angebot wurde vor allem von den Anliegern genutzt. Das war sehr gut, denn aus diesem Kreis möchten wir auch weitere Helfer rekrutieren.
Als neue Aufgabe haben wir uns die bessere Pflege der Weg- und Straßenränder vorgenommen. Diese werden seit Jahren von den Kommunen völlig falsch gewartet. Um uns sachkundig zu machen, nahmen wir an einem Seminar in Hamm teil. Darauf aufbauend haben wir mit drei Mitarbeitern der Stadtverwaltung einige Wegeränder besichtigt. Eine Änderung der Pflegearbeiten scheint kaum möglich. Kostengründe, Anliegerbeschwerden, vor allem Landwirte mit völlig anderen Interessen, üben Druck auf die Verwaltung aus. Immerhin wird nun ein nicht mehr benutzter Radweg nach unseren Vorschlägen umgestaltet und mit einer Wildblumenmischung unserer Wahl eingesät. Insgesamt kommen so 1600 qm zu einer naturnahen Renaturierung, man kann gespannt sein.
Wesentlichen Einfluss konnten wir auf die Verlegung eines Amphibiengewässers nehmen. Es entstanden zwei neue, wesentlich größere Gewässer. Ein stark verlandetes Gewässer wurde zusätzlich renaturiert. Wenn die Verwaltung sich an die Absprachen hält, wird auch die Umsiedlung nach unseren Vorgaben innerhalb von drei bis vier Jahren zeitgerecht erfolgen.
Der Herbst war von Pflegearbeiten an unserer Kleintiertrasse, dem Wildblumenbeet in St. Vit und dem LGS - Garten geprägt.
In Herzebrock haben wir der Verwaltung einen Vorschlag für den Umweltpreis 2008 gemacht. Wir hoffen stark, dass unser Vorschlag, der aus dem Bereich Naturschutz im Garten kommt, bei der Jury Anklang findet.
Hauptthema in 2008 war natürlich die LGS in Rietberg. Schon lange vor der Eröffnung wurde immer weiter an den letzten Feinheiten im Garten und im Pavillon gearbeitet. Umfangreiche Heimarbeiten gingen dem Einsatz in Rietberg voraus. Planungsgespräche, Telefonate, Besuche bei Sponsoren und der Aufbau eines starken Betreuungsteams! Fleißige Mitglieder der „Giersch-Fraktion“ sorgten auch während der Ausstellung für Ordnung. Oft schon morgens um sieben Uhr wurde gepflegt, gewässert und der Garten topp gemacht. Dazu zählte auch die Rasenpflege. Wenn dann die Besucher kamen, waren die Heinzelmännchen schon wieder verschwunden. Manche von ihnen aber kamen auch am Nachmittag als Betreuer ein zweites Mal.
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