Amphibien in Verl

An sich ist die GNU im Kreis Gütersloh ein friedfertiger, gesprächsbereiter und durchaus kooperativer Verein. Das möchten wir als Verler Arbeitsgruppe an dieser Stelle einmal stellvertretend für den Gesamt-Verein vorausschicken. Ab und an verweifeln wir aber an den Widrigkeiten, die sich uns in den Weg stellen.

Trotz vielerlei Beteuerungen, dass man doch durchaus umweltbewusst wäre und gerne etwas dafür täte, schrumpft die Zahl der Aktiven - aber auch die der freiwilligen Helfer - kontinuirlich. (An dieser Stelle sei bemerkt, dass die Zahl der Vereinsmitglieder "gegenläufig" - wenn man es so ausdrücken möchte - weiterhin steigt!)

Nun zum Thema selbst: Seit vielleicht 20 Jahren - wir haben die Jahre nicht gezählt, sondern abgearbeitet - wird an der Sender Straße in Verl im zeitigen Frühjahr ein sogenannter Amphibien-Fangzaun aufgestellt. Um die Frösche, Kröten und Molche auf ihrer Wanderung zum Laichgewässer abzufangen und auf die andere Straßenseite zu bringen. Ansonsten würde ein hoher Anteil dieser Tiere überfahren. Was über kurz oder lang zum Aussterben dieser Populationen führen würde!

Man kann diese Straße aber nun nicht einfach mal so verschwinden lassen. Ebenso wenig kann man voraussetzen, dass sich über die nächsten 10, 20, 30 Jahre Freiwillige finden werden, die diese Fangzäune betreuen. Oder man kippte die Gewässer einfach zu! Also muss man über andere Lösungen nachdenken.

Auf der Suche nach anderen Lösungen hörten wir vor einiger Zeit von einem Amphibien-Leitsystem in Bielefeld. Also fuhren wir dorthin, um uns das einmal vor Ort anzuschauen. Und wir können nur sagen: So wie es dort angelegt wurde, ließe es sich problemlos auf unsere Verler Verhältnisse übertragen. Besser sogar - denn unsere Böschungen in Verl sind sogar noch höher. Und selbst ein relativ großer Durchlass in Form einer Brücke ist - im Gegensatz zu Bielefeld - auch noch vorhanden!