- Kultivierung des Ackers
Nach Zuweisung der Parzelle auf dem Gebiet der LGS ergaben sich zunächst umfangreiche Kultivierungsarbeiten, weil der Boden nur grob umgebrochen und stark verdichtet war. Getreu dem Motto der GNU, so naturnah wie möglich zu handeln, haben die Aktiven weitgehend auf maschinelle Hilfe verzichtet und mit den Planierungsarbeiten Ende April begonnen. - Strukturierung
Bei zwei Großeinsätzen von GNU-Mitgliedern konnte die Strukturierung der Parzelle nach unserem erarbeiteten Gartenplan (siehe Anlage) vorgenommen werden. Die Wege wurden mit Recyclingschotter befestigt.
Besonders arbeitsintensiv gestaltete sich die Anlage eines Hügels aus Kalkschotterresten, wie ihn kalkliebende Pflanzen benötigen.
Als Stütze für eine Trockenmauer wurde ein Erdhügel angelegt. Außerdem entstand ein Sumpfbeet wobei die hier anfallende Erde für den Erdhügel verwendet wurde. In das Sumpfbeet kam ein Gemisch aus Lehm und Kompost.
Die übrigen Beete, vorgesehen für Wiesenpflanzen und Hochstauden entstanden auf dem vorhandenen Wiesenboden. - Bepflanzung
Ende Mai wurde die erste große Pflanzaktion gestartet. Die Setzlinge erhielt die GNU in erster Linie von ihren Mitgliedern, die diese schon in Töpfen vorgezogen hatten. Es wurden mehrere hundert Setzlinge aufgeteilt in viele verschiedene Sorten gepflanzt. Den ganzen Sommer über wurde die Pflanzenvielfalt erweitert, bis schließlich im Oktober das Pflanzen mit dem Besatz des Geländes durch 700 Blumenzwiebeln ein Ende fand. - Trockenmauer und Sitzplatz
Ende Juni wurden an zwei Samstagen durch GNU-Mitglieder eine Trockenmauer errichtet. Bei den Steinen handelt es sich um Reste aus Baumaßnahmen des Landschaftsbaus. So konnten diese ressourcenschonend verwendet werden. Vor der Mauer wurde ein Sitzplatz konzipiert, der Ende des Sommers naturnah ebenfalls mit Resten aus dem Landschaftsbau befestigt wurde. Mauer und Erdhügel erhielten ebenfalls einen grünen Bewuchs mit standortgerechten Pflanzen. Interessanterweise konnten bereits nach wenigen Wochen die ersten Wildbienen beobachtet werden, die dort in der Trockenmauer ihre Bruthöhlen anlegten. - Pflegemaßnahmen
Der regenreiche Sommer und der ausgeruhte Boden ließen nicht nur die Pflanzen unerwartet üppig wachsen und blühen, sondern auch unerwünschte Kräuter, so dass an fast allen Samstagen im Sommer und Herbst , aber auch während der Woche, umfangreiche Pflegemaßnahmen angesetzt werden mussten. Die Arbeiten erfolgten in Handarbeit und unter Verzicht auf Chemie und Dünger. - Beetumrandungen
Um die Beete optisch deutlich voneinander abzugrenzen und den zukünftigen Besuchern mehrere Möglichkeiten einer preiswerten Gartenstrukturierung zu bieten, wurden die Beete auf vier verschiedene Arten eingefasst: kleine und große Kalksandsteine (Abfallmaterial), durch Flechtwerk aus Weidenruten, durch eine Stapelung durch längere, mittelstarke Äste und durch Aneinanderreihung dickerer Äste. Das Material stammte aus Windbruch. - Bau einer Wildbienenwand
Entsprechend unserem Konzept eines insektenfreundlichen Naturgartens haben wir neben entsprechenden Pflanzen auch eine Nistwand für Wildbienen und Schlupfwespen aus Lehm/Hartholz und Pflanzenstängeln erbaut. Auch hier kamen zum größeren Teil Resthölzer zum Einsatz. - Kompostierung und Verwertung von Abfällen
Bei der Gestaltung, Bearbeitung und Pflege der Parzelle fielen immer wieder Abfälle an, z.B. Totholz, unbrauchbare Zweige, Steine, die zu Haufen geschichtet Unterschlupfmöglichkeiten für Kleintiere bieten. Die Reste wurden kompostiert.
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