…und die Gegend war öd und leer,
nur ein paar Kühe kamen hierher.
Da fiel ein paar rührigen Menschen ein:
Die GNU muss vertreten sein,
zweitausendundacht, im Gartenschaujahr.
Man fand die Idee ganz wunderbar.
Das Areal, das man uns zugewiesen,
wird als ideal gepriesen.
Welcher Besucher es auch sei,
an den Beeten am Torfweg muss jeder vorbei.
Natürlich sind kleinere Pannen passiert,
nicht jeder Mensch ist botanisch versiert,
so werden Pflänzchen rausgerissen,
die Helfer dann anderswo vermissen.
Wo so mächtiger Tatendrang waltet,
wird der Pflanzplan geringfügig umgestaltet.
Doch die Arbeit hat großen Spaß gemacht,
und an Samstagen wird viel gelacht
bei Brötchen, Kuchen, Kaffee und Tee
tut uns fast überhaupt nichts mehr weh.
Zur Aktion in Rietberg wird einbestellt,
und jeder, der Zeit hat und dem`s gefällt,
kann kommen und dort Pflanzen hegen,
kann jäten, beraten, Kontakte pflegen,
kann Schubkarre fahren und im Lehm rummatschen,
kann hämmern und sägen und mit Gartenfreaks quatschen.
Man erweitert sein botanisches Wissen
und erfährt von Bienen und Hornissen.
Dennoch soll es Leute geben,
die können wohl nie genug Rietberg erleben.
Die bestellen sich selbst schon am Montag ein
und wirken – wenn´s sein muss – auch ganz allein,
die finden´s dort selbst im Landregen toll,
die kriegen den Hals einfach nicht voll.
Diese Halbverrückten – man ahnt es schon –
sind der harte Kern der Gierschfraktion.
Diese Hardcore-Aktiven tun mir nun leid,
weil die Arbeit ruht zur Winterszeit.












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