GNU-Kalender 2026 Der etwas andere Gartenkalender fürs neue Jahr
Für 2026 hat die GNU einen Kalender zusammengestellt,
als praktischen Beitrag gegen das Artensterben.
Die Gemeinschaft für Natur- und Umweltschutz im Kreis Gütersloh e.V. (GNU) gibt einen
Kalender mit lokalen Naturgartenfotos heraus
Gütersloh. Keine Hochglanzfotos mit knalliger Blütenpracht hinter englischem Rasen - der
"Naturgartenkalender 2026" der GNU will anders sein. Statt durchgestylter, super aufgeräumter
Gärten, wie von kommerziellen Kalendern und Zeitschriften propagiert, zeigt der GNUWandkalender
den Zauber naturnaher Pflanzungen, und zwar aus hiesigen Gärten.
NaturgärtnerInnen nehmen in den Blick, dass sie nicht nur Stauden oder Gehölze pflanzen, sondern
gleichzeitig auch Tiere. Heimische Pflanzen haben sich über die Jahrhunderte an diverse Tiere
angepasst und ziehen deshalb eine Vielzahl von Insekten an, auch Kleinsäuger, Amphibien oder
Vögel, die von ihnen leben und deren Lebensräume in der Agrarlandschaft immer knapper werden.
So kann ein Naturgarten ganz praktisch die Biodiversität fördern.
Die Idee hatte Susanne Klück, Grafikerin und im Vorstand der GNU, schon im letzten Jahr: "Wir
wollen die Naturgartenidee im Kreis voranbringen. Viele GärtnerInnen wissen nicht so recht, wie
sie naturnäher gärtnern können. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, die bedrohte Artenvielfalt zu
erhöhen und das Klima zu verbessern. Wir wollen den Zauber solcher Pflanzungen zeigen und
praktische Hilfen dazu geben."
Die Fotos stammen aus dem GNU-Netzwerk mit inzwischen 40 Naturgärten im Kreis. Im Laufe des
Jahres zeigen sich diese GärtnerInnen gegenseitig ihre Gartenreiche, helfen sich beim Knowhow
wie der Beschaffung heimischer Wildpflanzen, die es im Gartencenter nicht gibt, oder geben
selbstgezogene Pflanzen auf Tauschbörsen weiter.
Die vielen Privatfotos zeigen ganz verschiedene Lebensräume. Eine möglichst vielfältige
Gestaltung mit Wasser und Totholz, Trockenmauer, Hecke, Obstbäumen, Sand- oder Kiesflächen
sowie "wilden Ecken" gilt als das A & O des Naturgartens. Dazu gibt es passende Tipps zur
praktischen Naturgartenarbeit von Susanne Klück, Petra Brinkmann und Ulla Mitchell sowie ein
Kalendarium zum Eintrag persönlicher Termine.
Das kam letztens so gut an, dass die GNU nun eine größere Auflage gedruckt hat. Ab sofort gibt es
den Kalender kostenlos bei GT Marketing hinten am Kalendertisch, bei der Stadtbibliothek im
Bereich Haus & Garten und im Kreishaus an der Infotheke im Hauptgebäude sowie im
Straßenverkehrsamt.
