Fledermausschutz im Kreis Gütersloh
Der GNU-Arbeitskreis Fledermäuse startete 1994 aus Anlass einer Baumfällung in Herzebrock. Aus einem hohlen Baumstamm blinzelten dem Holzfäller große Abendsegler entgegen. Die Tiere kamen in pflegende Hände, leider ziemlich weit weg. Es wurde Zeit, dass sich jemand vor Ort um die Tiere kümmerte. Und so trafen sich einige - großteils jüngere - Menschen, um ihre Freizeit mit den Fledermäusen zu verbringen.
Wer Fledermäusen helfen möchte, muss ihre Vorlieben kennen. Der Arbeitskreis Fledermäuse stellte sich mehrere Fragen: Wo finden Fledermäuse ihr Futter? Wo wohnen sie? Warum sind sie so selten? Wie können wir helfen?
Ihre Unterschlüpfe, die auch Quartiere genannt werden, sind gar nicht so leicht zu finden, da die Tiere recht selten sind. Zwingend notwendig zur Beobachtung der Tiere sind BAT-Detektoren (siehe Kapitel Adressen, Seite 23), die die Ultraschallrufe der Fledermäuse in für Menschen hörbare Laute umwandeln. Fledermäuse sind per Gesetz besonders geschützt. Daraus folgt: wer Unterschlüpfe aufsucht oder vernichtet, die Tiere fängt, fotografiert oder filmt, benötigt eine Ausnahmegenehmigung der Unteren Landschaftsbehörde des jeweiligen Kreises, die diese nur zu Lehr- und Forschungszwecken erteilt. René Reifenrath und Astrid Fölling haben als Einzige im Kreis Gütersloh diese Genehmigung. Sämtliche abgebildete Aufnahmen von Fledermäusen sind bei ihren wissenschaftlichen Tätigkeiten entstanden. Jegliche Meldung über diese Tiere wird in ihrer Datenbank festgehalten.
Für das Anbringen von über 50 Quartierhilfen, die vielen Beratungen, Führungen und Teilnahmen an Ausstellungen und Umweltmärkten bekam der GNU Arbeitskreis Fledermäuse 1995 den Umweltpreis der Stadt Rheda-Wiedenbrück.
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