Vogelbeobachtungen im Kreis Gütersloh 2003
Kein Jahr ist wie das andere, diese Weisheit fällt besonders ins Auge, wenn man/frau sich mit unserer Vogelwelt beschäftigt. War das dominierende Ereignis des Jahres 2002 der Schlechtwettereinbruch in der Brutzeit mit hohen Brutverlusten, sind im Jahr 2003 der lange Winter mit einem späten Frühlingsbeginn und der anschließende Trockensommer mit Temperaturen nahe 40°C die bedeutendsten Ereignisse gewesen.
Die lange frostige Winterzeit hat uns einen Kornweihen-Rekord beschert, wobei Ende Januar bemerkenswert viele männliche Kornweihen dabei waren, die üblicherweise deutlich seltener in unsere Region kommen als die Weibchen. Vermutlich besteht ein direkter Zusammenhang mit dem noch eisigeren langen Winter in Osteuropa, welcher die Weihen zu uns gedrängt hat.
Das Frühjahr zeigt sich dann den Jungvögeln überwiegend freundlich - mit Ausnahme der Feuchtwiesen- und Gewässerbewohner, denn diese Arten litten unter der Trockenheit der Flächen, wie sie um diese Jahreszeit schon seit 12 Jahren nicht mehr vorkam. Im Gegenzug hatten die trockenheitsliebenden Arten ein besonders gutes Jahr und es ist lange her, dass man bei uns so viele Wespenbussarde und Baumfalken sah.
Beim Vogelzug zeigt sich in der Übersicht, dass die frühen Zugvögel aufgrund des lange gefrorenen Bodens 2-3 Wochen später ankamen und die Sommerdürre sorgte wiederum für einen deutlich früheren Abzug einiger Arten.
Weiterhin gutes Vogel-Beobachten wünscht
Ihr GNU-Arbeitskreis Ornithologie
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